14.12.2017 - Die letzten Tage waren wettertechnisch schauerlich. Sowohl die Wetter-App und auch ein Blick aus dem Fenster ließen für den angesetzten Golftag wenig Hoffnung. Trotzdem erschienen insgesamt 17 Spielerinnen / Spieler, um gegen 14.00 Uhr - plötzlich ohne Regen - beim ausgeschriebenen HEP-Turnier zu starten. Der Begriff HEP steht für ein 3-Schläger-Turnier, wo ein Holz, ein Eisen und ein Putter zum Einsatz kommen.

Per Kanonenstart wurde ein Einzelzählspiel „bis zum bitteren Ende“ (Maximalschläge 9) von den roten Abschlägen und auf die Sommergrüns gespielt. Eine zuvor ausgeteilte legale Doping-Ampulle (20 ml 35%vol) sollte am Abschlag 7 eingenommen werden, um eine Chancengleichheit herzustellen. Als zusätzliche Herausforderung entpuppte sich die vorgeschriebene Abschlagsausführung mit dem Putter an Bahn 6.

Eigentlich war alles in trockenen Tüchern, wäre da nicht der einsetzende Regen auf den letzten drei Bahnen gewesen. Aber hier zeigte sich die moralische Stärke der gereiften „Do.-Sen.-Golfer“, die diesen kleinen „Härtetest“ im Outdoorsport ebenfalls meisterten.

Durchnässt im Clubhaus angekommen, gab es bei allen Flights einen einheitlichen Reflex. Erstmal einen wärmenden Glühwein aus der Sekretariats-Therme... Nebenbei rechnete ein jeder selbst sein Ergebnis aus und übergab dieses dem Senioren-Captain für eine spätere Siegerehrung. Diese Siegerehrung wurde traditionell von einem internationalen Golfverbandsvertreter vorgenommen. Nachdem im letzten Jahr Monsieur Renault Tatü vom Golfverband Francaise sich die Ehre gab, übernahm in diesem Jahr „The Laird of Glencairn“ vom Schottischen Golfverband die Ehrungsrituale. Wobei er noch einmal die Widerstandsfähigkeit der Gruppe lobte, die somit auch ihre Qualifikation für schottisches Wetter und die dazugehörige Platzreife bewiesen.

Als erste Ehrung standen die Tageschampions im Fokus. Als Sieger mit 51 Schlägen wurde Carsten Börner mit der „Eisen 7 – Medaille“ ausgezeichnet. Gefolgt von Eila Winterwerber (einzige Frau) mit 52 Schlägen und Wilhelm Kißler mit 53 Schlägen. Diese drei hatten somit den ersten Zugriff auf den Gabentisch. Anschließend gab es weitere Platzierungen die im Aufruf nicht unbedingt der Reihenfolge gerecht wurden (schottisches System). Aber es kam jeder in den Genuss an den Gabentisch zu treten.

Des Weiteren erhielt Michael Spreckelmeyer das „Grüne Handtuch“ für die beste zusammenhängende Saisonleistung innerhalb der vorgabenwirksamen „Do.-Sen.-Golf“-Turniere (6 aus 8) mit erspielten 213 Nettopunkten und einer Hcp-Verbesserung von 44 auf 28,5.

Zum Schluss gab es noch eine besondere Überraschung. Im Auftrag des Lord of Camster wurde Wilhelm Kißler mit dem Titel „Laird of Glencairn“ und der Besitzurkunde eines „square foot“ schottischen Landes geehrt. Nun sind der ehrende und der neue Laird Nachbarn und können größere Pläne für einen üppigen Golfplatz schmieden. Die Vorbereitungen für eine erste Schutzhütte ist nun Willis nächste Aufgabe.

Im Anschluss ließ man den Tag mit einem Abendbuffet im FairWay-Restaurant ausklingen.

PS.: In der Auf- und Nachbearbeitung der Turnierergebnisse bekam der Seniors-Captain eine „Gelbe Karte“ vom DGV. Dieses hat eigentlich eine Verwerfung der Ergebnisliste zur Folge (wird aber nicht nachbearbeitet). - Fünf Ergebnisse wiesen Additionsfehler zu Gunsten des Spielers auf. - Ein Score wurde wegen verwässerter Zahlen geschätzt. - Eine Score-Karte fehlte gänzlich. - Und die Eintragungen auf einer anderen Karte wiesen Spielbahnen auf, die gar nicht gespielt wurden. - Als Auflage ist nun vom DGV eine Regelschulung für alle „Do.-Sen.-Golfer“ vorgesehen, mit dem Schwerpunkt „Addition von 9 Zahlen“ und dem weiteren Thema: „Warum führt Selbstzählung oft zu einem besseren Score?“.

Trotz der Auflagen des DGV kann Weihnachten kommen.

Burckhard Hahn


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