Ostercappelner Oberschüler*innen im Naturschutzeinsatz auf dem Golfplatz

08.11.2020 - Eine Woche lang bauten 54 Siebtklässler der Oberschule Ostercappeln Nistkästen, pflanzten Bäume und Büsche, legten einen Totholzstreifen an und setzten Blumenzwiebeln. Sie nahmen auf dem Golfplatz in Venne an einer Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche teil, die jährlich von einem Zusammenschluss niedersächsischer Umwelt- und Naturschutzstiftungen durchgeführt und finanziell unterstützt wird.

Bei unserem Golfclub war von der Bingo-Umweltstiftung angefragt worden, ob wir nicht an der Naturschutzwoche teilzunehmen möchten. Die bisherige Zusammenarbeit mit dem Club hatte bei der Stiftung offensichtlich einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen.

Vor drei Jahren hatte der Club den Golfplatz von zwei Biologen des NABU begutachten lassen und sich von ihnen Vorschläge eingeholt, welche Naturschutzmaßnahmen sie auf dem fast 100 Hektar großen Gelände für sinnvoll erachteten. Einige Vorschläge, etwa das Pflanzen von Obstbäumen, Anlegen mehrjähriger Blühstreifen oder der Umstieg von Kunst- auf Naturdünger wurden bereits in die Tat umgesetzt. Die Liste der Vorschläge ist allerdings noch lange nicht abgearbeitet.

Die Anfrage von Clubpräsident Martin Garthaus bei der Oberschule Ostercappeln, ob dort Interesse an der Teilnahme an einer Naturschutzwoche bestehe, wurde von Seiten des Schulleiters Dr. Stefan Schubert und dem Lehrerkollegium gerne bejaht.

Die 54 Schüler*innen der drei siebten Klassen wurden auserkoren, an dem Projekt teilnehmen zu dürfen. So tauschte in der ersten Novemberwoche täglich eine Klasse ihr Klassenzimmer gegen praktische Arbeiten an der frischen Luft auf dem Golfplatz, wobei das Wetter es offensichtlich besonders gut mit ihnen meinte.

Beim Bemalen der Nistkästen war Fantasie gefragt

Die Klasse wurde täglich in drei Gruppen eingeteilt, die von den Organisatoren Martin Garthaus,  Wilhelm Kißler und weiteren Mitgliedern des Golfclubs betreut, unterstützt und angeleitet wurden.  Die erste Gruppe baute Nisthilfen. Der Golfclub hatte rund 60 Bausätze für unterschiedliche Vogelarten angeschafft. Die Kinder bauten sie zusammen und bemalten sie anschließend. Dabei konnte der Fantasie freier Lauf gelassen werden, denn die Holzkästen sollten ganz nach dem persönlichen Geschmack farblich gestaltet werden.

Von der nächsten Gruppe wurden Bäume und Büsche gepflanzt. Bei der Auswahl der Pflänzlinge ist darauf geachtet worden, dass sie für die heimische Tier- und Insektenwelt von Nutzen sind. Die ausgewählten Bäume sollen zusätzlich gegen den Klimawandel weitgehend resistent sein.

Die dritte Gruppe schichtete eine etwa drei Meter breite und 30 Meter langen Benjeshecke auf. Von den beschnittenen Bäumen wurden Äste verschiedener Stärke zusammengetragen und aufgeschichtet. In der Hecke sollen Vogelarten wie Amseln, Zaunkönig oder Rotkehlchen Nistmöglichkeiten finden. Außerdem soll sie Igeln, Siebenschläfern oder kleinen Reptilien wie Zauneidechsen, Erdkröten oder Insekten Lebensraum bieten.

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Tätigkeiten standen bei den Schüler*innen eindeutig die Fahrten mit den E-Cards, gefolgt vom Bau und Bemalen der Nistkästen sowie den Pflanzarbeiten. Auch wenn die Arbeiten an dem Totholzstreifen weniger beliebt waren, zeigten die Kinder bei bester Laune ein erstaunliches Durchhaltevermögen.

Lohn der Arbeit für die Siebtklässler waren nicht nur der Dank des Clubs, viel Spaß und das gute Gefühl, sich für den Naturschutz nützlich gemacht zu haben. Neben einigen Packungen Blumenzwiebeln wurden den Kindern sechs der bunten Nistkästen mitgegeben, damit sie auf dem Schulgelände gepflanzt beziehungsweise aufgehängt werden können. Der Golfclub spendiert außerdem 300 Euro für die Klassenkassen und einen Gutschein für einen Golf-Schnupperkurs. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Naturschutzwoche gerne wiederholt werden kann.

Neben den täglich wechselnden Mitgliedern, von denen die Aktion mit viel Engagement unterstützt wurde, ist der Einsatz von Wilhelm (Willi) Kißler, Martin Garthaus und Heiner Enker besonders zu erwähnen. Sie haben sich an allen Tagen für das Gelingen der Naturschutzwoche eingesetzt.

Hans Schmutte

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